Schriftform

Das Arbeitszeugnis muss schriftlich ausgefertigt sein. Seine Arbeitgeber-Herkunft sollte deutlich erkennbar sein:

  • Firmenpapier und Firmenstempel
  • Datierung (Datum)
  • Rechtsgültige Unterzeichnung (Unterschrift)

Weitere Aspekte, die im Praxisalltag zu Diskussionen Anlass geben sind:

  • Titel
    • Gesetzlich ist nicht verlangt, dass das Zeugnis-Dokument als „Arbeitszeugnis“ bezeichnet bzw. betitelt wird
    • Es sollte sich aus dem Schriftstück ergeben, dass ihm die Funktion eines Arbeitszeugnisses zukommt
    • Die Titelsetzung „Arbeitszeugnis“ ist in der Arbeitspraxis aber üblich
  • Äusseres Erscheinungsbild
    • Das Arbeitszeugnis sollte dem üblichen Erscheinungsbild und der Redaktions- und Darstellung-Sorgfalt eines solchen Dokuments im Geschäftsverkehr entsprechen
  • Sorgfalt
    • Schreib- und Stilfehler
      • Der Arbeitnehmer muss sich Schreib- und Stilfehler im Arbeitszeugnis nicht gefallen lassen, da dies auch einen negativen Touch auf ihn wirft
    • Streichungen
      • Streichungen sind ein „no go“, da dies den Eindruck erwecken könnte, es liege eine nachträgliche Berichtigung vor
    • Berichtigungsanspruch?
      • Streichungen, Korrekturen und Radierungen begründen – zur Vermeidung falscher Interpretationen und Auslegungen – einen Berichtigungsanspruch des Arbeitnehmers.

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