Auskunftsgegenstand

Die Referenzauskunft muss rechtmässig und verhältnismässig sein, nach Treu und Glauben erfolgen und sich auf das zukünftige Arbeitsverhältnis beziehen.

Eine Referenzauskunft hat folgende Grundsätze zu beachten:

  • Referenzauskunft darf Arbeitszeugnis konkretisieren
  • Referenzauskunft darf Arbeitszeugnis ergänzen
  • Referenzauskunft hat den Zeugnisgrundsätzen zu genügen
    • Wahrheit
    • Klarheit
    • Vollständigkeit
    • Wohlwollen
    • Arbeitsplatzbezogenheit
  • Referenzauskunft hat die Eignung für das Arbeitsverhältnis zu betreffen (vgl. OR 328b, 1. Satz)
  • Referenzauskunft hat im Rahmen des vom DSG abgesteckten Rahmen stattzufinden (vgl. OR 328b, 2. Satz)
  • Referenzauskunft darf dem schriftlichen Arbeitszeugnis nicht widersprechen (vgl. GEISER THOMAS / MÜLLER ROLAND, a.a.O., Rz 698).

Ein Arbeitgeber darf keine Auskünfte über Leistung und Verhalten des Arbeitnehmers abgeben, wenn dieser lediglich eine Arbeitsbestätigung verlangt hat (vgl. VISCHER FRANK, a.a.O., S. 178).

Literatur

  • STREIFF ULLIN / VON KAENEL ADRIAN / RUDOLF ROGER, Arbeitsrecht – Praxiskommentar zu Art. 319 – 362 OR, 7. Auflage, Zürich 2012, N 21 zur Art. 328 OR
  • VISCHER FRANK, Der Arbeitsvertrag, in: Schweizerisches Privatrecht, Bd. VII/4, 3. Auflage, Basel 2005
  • GEISER THOMAS / MÜLLER ROLAND, Arbeitsrecht in der Schweiz, 2. Auflage, Bern 2012

Weiterführende Informationen

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